Archiv der Kategorie: Objektive

Makro Fotografie – Farbiges Glas

Bei Aufräumen habe ich vor kurzem meine beiden arcromatischen Vorsatzlinsen wiederentdeckt („B+W 52E +10“ und die „close up lens Canon 500 D“).
Zu Nikon Zeiten hatte ich mir diese für das 70-200 VR 2.8 und das 50mm 1.4 angeschafft. Allerdings nie wirklich verwendet…
Für meine Fujifilm Objektive hatte ich mir für die Makro-Fotografie den Automatik Zwischenring 16mm MCEX-16 angeschafft, den ich allerdings auch eher selten verwendet habe. In den meisten Fällen war dann doch das Makro Objektiv XF 60mm f2.4 ausreichend.

Die Filtergewinde von 52mm und 77mm passen bei meinen Fujifilm XF Objektiven auf das 35mm 1.4 und das 100-400mm f4.5-5.6 .
Das XF 35mm hat eine sehr gute Nahgrenze und eignet sich ausgezeichnet für den Gebrauch einer Vorsatzlinse (bei dem XF 100-400mm ist der Einsatz einer solchen Linse eher ein Notnagel, das Objektiv ist für diesen Zweck einfach zu schwer).

Die Fotos die ich hier zeige, habe ich mit dem XF 35mm 1.4 geschossen.
Die Tiefenschärfe ist dabei dermaßen gering, dass ich auf mindestens f4.0 oder f5.6 abblenden musste.

Makro XF 35mm f1.4 mit aromatischer Vorsatzlinse
Makro XF 35mm f1.4 mit aromatischer Vorsatzlinse
Makro XF 35mm f1.4 mit aromatischer Vorsatzlinse
Makro XF 35mm f1.4 mit aromatischer Vorsatzlinse
Makro XF 35mm f1.4 mit aromatischer Vorsatzlinse
HIER SEHT IHR DAS URSPRÜNGLICHE MOTIV MIT DEN GLASFLÄCHEN AUS DER FERNE

Viltrox 85mm f1.8 für Fujifilm X-Mount

Heute zeige ich euch mein neues Objektiv, das Viltrox 85mm f1.8 für den Fujifilm X-Mount.
Lange war ich am Überlegen ob ich mir das Fujifilm XF 90mm f2.0 zulegen soll, oder auch nicht. Grundlegend besitze ich ja ebenfalls das Fujifilm 50-150mm f2.8 Zoom Objektiv, was eine Anschaffung einer weiteren Portrait Linse nicht unbedingt erforderlich macht.
Nun bin ich vor ein paar Tagen bei Amazon auf das Viltrox 85mm f1.8 gestoßen. Die Rezensionen waren vielversprechend und eine weitere Recherche in Netz war ebenfalls voller positiver Testberichte gekrönt. Vor allem aber ist dieses Objektiv preislich um einiges attraktiver als das XF 90mm f2.0 von Fujifilm.

Das Objektiv ist kein rein manuelles Objektiv wie man sie z.B. von Samyang und ähnlichen Herstellern kennt.
Die Belichtungs- und Entfernungsmessung, ist genauso wie ein sehr gut funktionierender Autofokus integriert.
Der Autofokus ist sehr präzise, wie man es von den original Fujifilm Objektiven kennt. Die Performance ist für normale Portaitaufnahmen mehr als ausreichend. Speedfreaks werden hier, jedoch nicht unbedingt glücklich. Für sich schnell bewegende Objekte reicht die Geschwindigkeit des AF leider oft nicht aus.
Weiterhin merkt man das auch bei Serienaufnahmen mit dem Continuous Autofokus, mehr als 7 Bilder Bilder pro Sekunde machen hier keinen Sinn.

Viltrox 85mm f1.8

Was die optische Leistung angeht, so bin von der Schärfeleistung, vor allem bei Offenblende positiv überrascht.
Die Ergebnisse ähneln bei f1.8, denen eines Fujifilm XF 56mm bei f1.2 (Schärfe).
Das Bokeh habe ich jetzt noch nicht direkt verglichen, da ich die beiden Brennweiten mit unterschiedlichen Abständen zum Motiv verwende.

Seitenansicht – Fujifilm X-T3 mit Viltrox 85mm f.18
Seitenansicht – Fujifilm X-T3 mit Viltrox 85mm f.18

Abgeblendet sind die Ergebnisse absolut hervorragend.
z.B. ab f2.8 bis f4.0 .
Weiter unten habe ich euch noch eine kleine Galerie mit ein paar Naturaufnahmen eingefügt, die fast alle mit f1.8 geschossen wurden.
(Testaufnahmen von Testcharts habe ich mir abgewöhnt, für mich zählt mehr der subjektive Bildeindruck)

Für unterwegs ist das Objektiv meiner Meinung nach, durchaus zu empfehlen. Auch wenn das Gewicht eher auf der schweren Seite angesiedelt ist :-). An der X-T3 mit Batteriegriff ist das Objektiv auf jeden Fall gut ausbalanciert und es macht Spass es zu benutzen.
Es ist grundlegend für das Vollformat (Kleinbild) gerechnet und das merkt man eben auch bei dem Gewicht (>600g) und der Größe.
Die Größe ist identisch zu der Version, die für den Sony E-Mount
produziert wird.
Man erwirbt hier also ein 127,5mm Objektiv, wenn man den Crop-Faktor von 1,5 mit einbezieht.

Das Viltrox 85mm f1.8 an der Fujifilm X-T3 mit Batteriegriff und L-Winkel (Kirk BL-XT3G)

Nun noch kurz etwas zu der Blendeneinstellung am Objektiv selbst. Es besitzt keinen Blendenring wie die meisten Fujifilm XF Objektive.

Die Einstellung der Blende erfolgt über das vordere oder hintere Drehrad am Kamerabody der X-T3. Wobei man am vorderen Drehrad die Blende auf einen Wert fixieren kann (Rad nach links drehen, die Anzeige im Sucher wechselt dann auf „blau“, dies sind dann die fixen werte der Blendeneinstellung).

Dieses Verhalten ist Kamerabody spezifisch, an einer X-T1 gibt es für diese Funktion extra einen Menüpunkt in den Kameraeinstellungen, an der X-T3 ist dies nur noch über die Einstellräder am Gehäuse möglich.

Viltrox 85mm f1.8
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/1.800
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/500
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/2.900
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/1.700
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/1.300
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/1.800
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f2.8 – 1/250
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f2.8 – 1/420
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f2.8 – 1/300
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f2.0 – 1/300
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f1.8 – 1/420
Fujifilm X-T3 + Viltrox 85mm @ f2.0 – 1/250

Kirk Kamera-L-Winkel (BL-XT3G) für die Fujifilm X-T3 mit angesetztem Batteriegriff (VG-XT3)

Passend zu meiner X-T3 habe ich mir jetzt den L-Winkel der Firma Kirk bestellt. Für hochkant oder horizontale Aufnahmen vom Stativ aus, ist dieser L-Winkel einfach eine Riesen Erleichterung.
Ziemlich lange hatte ich gehadert, ob ich mir diesen wirklich zulegen soll. Zumal der Preis auch nicht gerade ein Schnäppchen ist.
Aber ich muss sagen es hat sich wirklich gelohnt, da ich ja eh schon einiges an Arca Swiss (Schwalbenschwanz) kompatiblen Zubehör im Einsatz habe.
Bestellt habe ich den Winkel bei www.photoproshop.com für 179,95€. Diese haben eine tolle Auswahl an Stativ und Objektiv Zubehör.

Der Winkel lässt sich sehr leicht montieren und verfügt über mehrere Montagemöglichkeiten. So kann man ihn bündig mit dem Kamera Body montieren oder etwas davon entfernt, wenn man z.B. Kabel anbringen muss (wie im Bild zu sehen). Man hat dann freien Zugang zu den Anschlüssen.

Zur Montage liegt ein Inbus Schlüssel bei.
Dieser kann (leider etwas fummelig) an der Unterseite angebracht werden. So hat man immer das passende Werkzeug dabei, wenn man Unterwegs den L-Winkel verstellen möchte.
Sehr praktisch 🙂

Ansonsten gibt es die üblichen Markierungen für die horizontale und vertikale Achse des Objektiv Mittelpunkts.
Falls jemand gerne Panorama Aufnahmen macht, ist diese Einteilung sehr von Vorteil.

Was noch zu erwähnen ist, die Verarbeitungsqualität ist wirklich über jeden Zweifel erhaben, hier gibt es wirklich nichts auszusetzen. (Aber bei dem Preis, darf man das natürlich auch erwarten)
Von daher bekommt der Kirk BL-XT3G von mir eine absolute Empfehlung für jeden, der gerne und viel mit der Kamera vom Stativ aus fotografiert.

„FUJIFILM XF 100-400MM F4.5-5.6“ ERSATZ-OBJEKIVSOCKEL VON „ISHOOT“ (MODELL XF140)

Vor kurzem habe ich ja schon von dem Ersatz Objektivsockel für das Fujifilm XF 50-140 f2.8 berichtet. Der Objektivsockel von iShoot hat sich bis jetzt, bestens bewährt.
Er hält das Objektiv sehr stabil auf dem Stativ und das mit der praktischen „Arca Swiss“ Halterung.

Nun habe ich mir ebenfalls für das Fujifilm XF 100-400 f4.5-5.6 den passenden Sockel von iShoot besorgt.
Bei diesem Objektiv ist eine größerer Sockel fasst schon Pflicht.
Der Original Objektivsockel von Fujifilm ist für so ein massives Objektiv absolut unterdimensioniert und unpraktisch, da keine „Arca Swiss“ Schwalbenschwanz Aufnahme vorhanden ist.

Hier links im Bild zu sehen, der Fujifilm original und rechts davon der iShoot.

Selbst bei dem XF 50-140 ist der Original Sockel ums einiges größer als dieser hier.

Grundlegend sind die beiden Objektivsockel von iShoot fast identisch. Außer die Befestigung am Objektiv selbst ist etwas anders geformt.

Ansonsten kann ich von dem „iShoot X140“ nur positives berichten.
Er passt perfekt an das Objektiv und ist wie schon erwähnt, sehr massiv gebaut.

Also von mir ebenfalls eine absolute Empfehlung.
Vor allem für den Preis von 29.98€ (inclusive Versand).

Fotorucksack „Manfrotto – Bravo 50“

(Manfrotto MB SV-BP-50DV Bravo 50) mit Kamera/Objektiveinsatz (Tenba Tools BYOB 13)

Manfrotto

MB SV-BP-50DV – Bravo 50

Tenba Tools

BYOB 13

Da mein alter Fotorucksack so langsam Abnutzungserscheinungen zeigt, war ich auf der Suche nach entsprechendem Ersatz. Die Anforderung war, dass derRucksack nicht nur als Fotorucksack dienen sollte, sondern auch für andere Eventualitäten geeignet ist.

Es sollte auf jeden Fall meine Fujifilm X-T3 mit mit angesetztem Batteriegriff + L-Winkel, sowie das Fujifilm XF 50-150 f2.8 und das XF 100-400 f4.5-5.6 gut Platz finden. Nach kurzer Suche stieß ich schließlich auf den Manfrotto – Bravo 50. Ein kleineres Modell ist ebenfalls verfügbar, der – Bravo 30.

XF 100-400 f4,5-5,6 / Fujifilm X-T3 / XF 50-140 f2,8

Wie man auf den Bildern weiter unten gut sehen kann, erfüllt der Rucksack dies tadellos. Es ist sogar noch reichlich Platz für weitere Utensilien vorhanden (z.B. ein 15.6 Zoll Notebook, Jacke usw.) Der Bravo 50 ist bequem zu tragen, allerdings besitzt er keinen Bauch.- oder Brustgurt.

Man muss aber gleich anmerken, dass der Bravo 50 grundlegend keine gepolsterten Fächer hat, nur eine kleine verschließbare Zusatztasche, die im Lieferumfang enthalten ist. Deshalb auch das Zusatzbehältnis von Tenba, der BYOB 13 (mehr dazu, weiter unten).

Zusatztasche die im Inneren des Bravo 50 per Klett befestigt werden kann.
Innenansicht / Es gibt ein flexible Inneneinteilung

Der Bravo 50 ist sehr groß und geräumig, mir fast schon zu groß (rein optisch :-). Gekauft habe ich ihn direkt bei Mandrotto, dort bekommt man Billiger als anderswo Online + 10% Neukunden Rabatt. Also für genau 61,07€ inclusive Rabatt (Stand Jan. 2019).

Als weiteres Zubehör für den Rucksack habe ich den Foto-Einsatz von Tenba Tools – BYOB 13 dazu bestellt (Amazon 34,90€).

Dieser Einsatz passt in der Größe 13 perfekt in den Manfrotto – Bravo 50. In der Gesamthöhe des Rucksacks belegt er ungefähr 2/3 des Ganzen.

Was das Notebookfach angeht, so ist hier auf dem Bild ein 13Zoll Gerät zu sehen.

Gallerie

„Fujifilm xf 50-140mm f2.8“ Ersatz-Objekivsockel von „iShoot“ (Modell XF514)

Heute möchte ich euch den Ersatzobjektivsockel der Firma iShoot vorstellen. Lange war ich auf der Suche nach einem qualitativ guten und doch günstigen Objektivsockel mit „Arca Swiss“ Aufnahme für mein Objektiv „Fujifilm Xf 50-14mm f2.8“.

Namenhafte Anbieter für den professionellen Bereich verlangen schnell über 100€ für so einen Sockel, was mir definitiv zuviel Geld war. Somit bin ich bei meiner Suche bei Firma „iShoot“ gelandet, für gerade mal 29.99€ inclusive. Versand (aus China). Der Anbieter verkauft diesen und diverse andere Objektiv-Zubehörartikel über seinen Ebay-Shop. Grundlegend dachte ich, kann man da nichts falsch machen und bestellte den hier vorgestellten Objektivsockel.

Nach ca. 15 Tagen kam das Paket gut verpackt bei mir zu Hause an. Und wie gesagt , inclusive Versand und evtl. Zoll Gebühren. Nach dem Auspacken war positiv überrascht, ob der doch sehr guten Verarbeitungsqualität.
Der Sockel passt perfekt an mein XF 50-140er.

In der Bildergalerie könnte Ihr euch gerne selbst ein Bild davon machen…

Fujifilm Fujinon XF 50-140mm f2.8 / Test

Heute möchte ich euch das „Fujifilm Fujinon XF 50-140mm f2.8“ vorstellen.

Sicherlich gibt es genügend Reviews über dieses Objektiv,

aber ich bin so begeistert davon, daß ich einfach meine Erfahrungen mit euch teilen möchte.

Zuerst wollte ich mir ja für mein Fuji X System keine äquivalente 70-200mm F2.8 Linse mehr anschaffen,

da mir damals das Original Nikon zu schwer und sperrig war.

Für Reportage, sowie Hochzeiten natürlich sehr gut zu nutzen aber für alle anderen Dinge, einfach zu klobig 🙂

Das „Fujifilm Fujinon XF 50-140mm f2.8“ ist etwa 1/3 leichter und ca. 3cm kürzer wie die vergleichbaren Vollvormat Pondons von Canon und Nikon.

Macht nicht wirklich viel aus mag man denken, aber nach einer ausgiebigen Fototour weiß man den Gewichtsvorteil durchaus zu schätzen.

Optisch spielt das Objektiv (wie alle Fuji XF Linsen) in der absoluten Oberliga.

Es gelingen z.B. Porträts mit knackiger Schärfe bei Offenblende und gleichzeitig wunderbar cremigem Bokeh. (Leider kommt das auf den verkleinerten Beispielfotos hier, nicht so richtig rüber 🙁

Der Autofokus gefällt mit sehr guter und genauer Scharfstellung.

(Seit ich bei meiner X-T1 die Firmware 4.0 aufgespielt habe kommt mir allerdings mein Fuji XF56mm f1.2 fast einen ticken schneller vor, was die Fokusiergeschwindigkeit angeht.

Aber das muss ich noch alles ausgiebig testen. Das 56er war in der Vergangenheit immer etwas langsamer was die Fokussierung angeht…naja)

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Fujifilm Fujinon XF 50-140mm f2.8

Hier schon mal einige Beispiel Fotos.

DSCF1105DSCF1139DSCF1134DSCF1130DSCF1126DSCF1136

Der Autofokus ist problemlos in der Lage, sich bewegende Motive einzufangen.

Natürlich in Abhängigkeit des verwendeten Kamerabodys und dessen Firware Version. In meinem Fall die X-T1 mit Version 4.0

 

Fujifilm XF 16mm f1.4 / Testshots

Heute war ich mit meiner Familie spazieren und habe derweil einige schöne Aufnahmen mit meinem 16mm Objektiv gemacht.

Wie ich feststellen musste, lag dieses Objektiv zu Unrecht viel zu lange in meiner Fototasche herum.

Durch die hohe Lichtstärke von f1.4 hat man ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten, was die Freistellung von Motiven angeht.

Wirklich grandios dieser Freistellungseffekt bei Offenblende (f1.4).

Abblenden möchte ich da gar nicht mehr, da bei genannter Offenblende schon alles super knackig abgebildet wird.

Bei 16mm hat man wesentlich mehr Hintergrund zum Freistellen, was seinen ganz eigenen Scharm hat.

Hätte ich so nicht erwartet…

DSCF1097
Fujifilm Fujinon XF 16mm f1.4

DSCF1099
Fujifilm Fujinon XF 16mm f1.4

Fujifilm Fujinon XF 16mm f1.4
Fujifilm Fujinon XF 16mm f1.4

Wenn man den Crop-Faktor zum Vollformat einrechnet, so hat man ein äquivalentes 24mm Objektiv.

Mehr Weitwinkel für meine Art der Fotografie brauche ich auch nicht.

Mein damaliges 16mm f2.8 an Nikon FX lag jahrelang nur ungenutzt im Koffer.

 

Alle Fotos sind direkt aus der Kamera ohne irgendeine Bearbeitung.

(Kamera – Fujifilm X-T1)

 

 

Mein Fujifilm X – System

Mal wieder was neues für mein Fuji X System. Das Fujinon XF 50-140mm f2.8 habe ich ergänzend zu meinen beiden Festbrennweiten dem Fujinon XF 35mm f1.4 und dem Fujinon 56mm f1.2 gekauft.

Demnächst mehr zu den Objektiven und dem Fuji X System allgemein. Die X-PRO 1 ist ja schon lange allgemein bekannt 🙂

Leider habe ich meine ähnlichen NIKON Objektive schon verkauft.

Um einen Vergleichstest zu machen ist es jetzt leider zu spät.

Aber das 50-140mm f2.8 werde ich trotzdem genauer unter die Lupe nehmen.

Tamron 70-200 2.8 VC vs. Nikon 70-200 2.8 VR1

Mein Nikon 70-200 2.8 VR1 ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, darf aber trotzdem nicht in meiner  Fototasche fehlen. Sehr gerne setzte ich es immer noch bei Hochzeiten ein. Die flexible Brennweite und die Lichtstärke sind für mich in diesem Bereich unverzichtlich.  Allerdings war ich hin und wieder mit den gemachten Aufnahmen nicht mehr so zufrieden. Dieser Tatsache bin nie wirklich auf den Grund gegangen. Meistens suchte ich den Fehler bei mir selbst…

Deshalb möchte ich euch einen Vergleich des neuen Tamron 70-200 VC und dem Nikon 70-200 VR1 vorstellen.

Mich interessierte vor allem der optische Vergleich der beiden Objektive bei 200mm Brennweite. Diese Brennweite benutze ich sehr häufig mit Blende 2.8.

Das Nikon besitze ich schon seit 2007 und es hat mir schon treue Dienste an vielen Kameras geleistet.

Zu nennen wäre die NIKON D200, D2X, D3 und D800.

An den DX Kameras war die Schärfe bei Offenblende immer schon absolut hervorragend über den gesamten Brennweitenbereich. Bei FX sieht es da schon ein bisschen anders aus, aber dazu später mehr.

Also gut, ein Vergleich muss her.

Da ich nun das neue Tamron für einen direkten Vergleich testen konnte, wurde mir so einiges über mein altes VR1 klar. Aber eins nach dem anderen.

Die Testtafeln wurden erstellt und im Studio für einen Vergleich montiert. Alle Aufnahmen dieser, wurden mit Stativ und Spiegelvorauslösung (mit Fernauslöser) gemacht. Fokussiert wurde mit Liveview. Angefangen habe ich mit ein paar Testschüssen der Testtafeln mit dem Siemensstern. Die Aufnahmen habe ich bei 200mm innerhalb des Nahbereichs der Objektive gemacht (2-3m entfernt). Der Grund dafür ist, das ich sehr oft  Innerhalb dieses Bereichs fotografiere.

Was mir hier gleich auffiel, ist das das Tamron im Nahbereich von ca. bis zu 3m, im Vergleich zum Nikon keine annähernd 200mm bringt. Ich musste die Testtafel einen Meter näher an das Objektiv stellen damit es die gleiche Vergrößerung erreicht. Im Endeffekt sind die 200mm des Tamron vergleichbar  mit 150mm Brennweite beim Nikon. Genau an diesem Thema möchte ich mit meinem Test auch ansetzen. Es wurde seit der Veröffentlichung von FX Kameras viel über die Abbildungsleistung des alten 70-200 VR1 diskutiert und es wurde meist als nicht mehr nutzbar dahingestellt.

Das Nikon VR1 kam zuerst dran, die Testtafel habe ich Formatfüllend abgelichtet und eine Blendenserie davon gemacht (F2.8-F8.0).

Abstand zur Testtafel ca. 3m, Brennweite 200mm

–        Sichtbar wurde bei Offenblende die stärkere Vignettierung und die etwas schwachen Ecken,

was die Schärfe angeht. Ab Blende 8.0 ist die Vignettierung nicht mehr sichtbar

–        Schärfe bei Blende 2.8 = Im Zentrum „gut“, Ecken „weich“

–        Schärfe bei Blende 4.0 = Im Zentrum „gut-sehr gut“, Ecken „gut“

–        Schärfe bei Blende 5.6 = im Zentrum „sehr gut“, Ecken „gut-sehr gut“

–        Schärfe bei Blende 8.0 = im Zentrum „sehr gut“, Ecken „sehr gut“

Danach das Tamron. Die Tafel musste um ca. 1m näher an das Objektiv gestellt werden, damit diese identisch, wie mit dem VR1 bei 200mm abgebildet wurde.

Abstand zur Testtafel ca. 2m, Brennweite 200mm

–        Vignettierung ist etwas schwächer als beim Nikon,  die Ecken sind besser

was die Schärfe angeht. Ab Blende 5.6 ist die Vignettierung nicht mehr sichtbar

–        Schärfe bei Blende 2.8 = Im Zentrum „gut-sehr gut“, Ecken „gut“

–        Schärfe bei Blende 4.0 = Im Zentrum „sehr gut“, Ecken „gut-sehr gut“

–        Schärfe bei Blende 5.6 = im Zentrum „sehr gut“, Ecken „sehr gut“

–        Schärfe bei Blende 8.0 = im Zentrum „sehr gut“, Ecken „sehr gut“

Im Nahbereich verhält sich das Tamron am Teleende tatsächlich wie das VR1 bei 150mm Brennweite. Eine Vergleichsbild, wie stark sich dieser Effekt darstellt habe ich natürlich ebenfalls gemacht.

 

Also hinkt der Vergleich hier ein bisschen. Das VR1 ist für seine schlechtere Abbildungsleistung gerade bei 200mm bekannt. Wie ich festgestellt habe aber eben nur in diesem „Nahbereich“, den mir das Tamron so nicht bietet! Den Bereich zwischen  150-200mm deckt das Tamron (bei gleichem Abstand zum Motiv, bis 3m) also nicht ab. Genau diese 50mm mehr an Brennweite hat aber das VR1, mit etwas schlechterer Abbildungsleistung bei Offenblende. Ab Blende 5.6 ist die Schärfe auch in diesem Bereich aber wieder top. Man sieht also, das man die beiden Objektive im „Nahbereich“, mit der selben Brennweite nicht direkt vergleichen kann.

Ok, neuer Versuch. Jetzt habe ich mit dem VR1 die Testtafel mit der Tamron-equivalenten Brennweite von 150mm abgelichtet. Siehe da, das VR1 bringt eine absolut vergleichbare Leistung wie das Tamron bei 200mm bei gleichem Abbildungsmaßstab.

Weitere Vergleichsbilder die ich mit Stativ von einer Blume gemacht habe, bestätigen dies. Hier sieht man auch schön wie sich das Bokeh verändert. Beide Objektive sind wurden zuerst auf 200mm Brennweite eingestellt. Einzig der Abstand zum Motiv wurde verändert.

Danach kam der Test wie zuvor, nur diesmal mit dem gleichen Bildausschnitt:  Tamron 200mm / Nikon VR1 155mm. Das Bokeh ist absolut vergleichbar. (Bilder folgen…)

 

Welches Thema ich noch nicht erwähnt habe, der Bildstabilisator…

Hier kann das Tamron Punkten, absolut fantastisch was der VC hier abliefert.

Mit dem Tamron bekomme ich als alter „Zitterheimer“ problemlos scharfe Bilder von statischen Motiven mit einer 1/30 Sekunde hin. Hierfür benötige ich beim  VR1 schon mal eine 1/160 Sekunde für das gleiche Motiv, …hmmm.

 

Fazit:

Das Tamron ist eine tolle Linse mit einer sehr guten Abbildungsleistung über den gesamten Brennweitenbereich. Der Bildstabilisator ist ebenfalls absolut hervorragend und tut sein übriges zum optischen Gesamteindruck. Die Verarbeitungsqualität macht einen soliden Eindruck, kommt aber nicht an das Nikon VR1 ran. Angefangen bei dem Fokusring der etwas wackelig daher kommt und sich nicht so geschmeidig drehen lässt wie beim VR1. Ebenso der Zoomring, man hat den Eindruck es schabt etwas im Objektiv. Bei genauerem „hin hören“ ist das wohl eine interne Rasterung die auch leise Klickgeräusche verursacht. Dies tut der Funktion natürlich keinen Abbruch und ist meckern auf hohem Niveau.

Das Nikon werde ich in Zukunft bewusster einsetzen. Es liefert absolut hervorragende Ergebnisse über den gesamten Brennweitenbereich, vorausgesetzt man verwendet es im Nahbereich wie ein 70-150mm Objektiv oder entsprechend abgeblendet. Der Stabilisator ist absolut outdated und nicht mehr zeitgemäß. Aber gut, dafür ist es gebaut wie ein Panzer und lässt auch nach 6 Jahren Einsatz immer noch super bedienen. Alles läuft wie am ersten Tag.